Selbstmord 

Es war an einem schönen und sonnigen Tag. Meine Eltern waren bei einigen Verwandetn auf einem Geburtstag. Ich blieb zu Hause, weil ich nicht mit wollte. Ich wollte zu Hause bleiben. Ich schloss mich wie auch die ganzen Wochen davor in meinem Zimmer ein. Ich saß gerade an meinem Schreibtisch und versuchte mich zu konzentrieren. Ich versuchte meinen Matheaufgaben die ganze Aufmerksamkeit zu schenken, jedoch machte mein Kopf was anderes. Ich konnte mich einfach nicht konzentrieren. Wie sehr ich es auch versuchte, ich konnte einfach nicht. Ich stand deshalb von meinem schwarzen Drehstuhl auf und ging aus meinem Zimmer, durch den Flur in unsere kleine Küche. Ich nahm mir ein Glas und schüttete mir Wasser ein. Mit gierigen Schlücken trank ich dieses und stellte das Glas dann anschließend hin. Mein Blick gleitet nach draußen, wo Kinder spielen. Sie sahen so fröhlich aus. Sie lachten viel und rannten herum. 

Ich drehe mich um und lehnte mich mit dem Rücken gegen die Fensterbank. Mein Blick, welcher auf unser Küchenmesser fiel, blieb dort haften. Ich hatte nie Freunde. Ich war immer allein. Ich wurde immer ausgegrenzt und ausgelacht, weil ich nie gut Deutsch sprechen konnte, ein Grund  weshalb ich so schüchtern war. Ich hatte Angst was falsch zu sagen und ausgelacht zu werden. Ich konnte nämlich nur Russisch als ich in die Schule gegangen bin. Ich wurde nicht nur von den Schülern gemobbt, ausgelacht  und verprügelt, sondern auch von den Lehreren runter gemacht. Oft als ich nach Hause gegangen war wurde ich von anderen zusammen geschlagen. Ich hatte meiner Mutter nie was davon erzählt, weil ich nicht wollte das sie sich Sorgen macht, das einzige worum ich sie gebeten hatte war das sie mich von der Schule abholt und das war’s. 

Meine Füße bewegten sich nun wie von allein und meine Hand griff nach dem Messer. Als ich den kalten Griff des Messers in der Hand hielt, beobachtete ich die scharfe Klinge. Ich drehte das Messer um und hielt mir die Spitze des Messer gegen die Brust. Ich war immer unzufrieden mit mir selber und mit meinem Leben. Immer. Ich verlieh dem Messer etwas Druck und spürte sie sich die Spitze in mein Fleisch borte. Plötzlich klingete das Telefon und ich ließ das Messer fallen. 

Meine Mutter. Sie hat angerufen. Wollte ich gerade wirklich selbstmord begehen? Wollte ich es gerade meinen Eltern wirklich an tun, dass sie nach Hause kommen und mich blutend auf dem Boden finden. Sie wären am Boden zerstört. So wie ich meine Eltern kenne würden Sie Irre werden, sie würden sich die Schuld in die Schuhe schieben, sich Vorwürfe machen. Ich ließ mich auf die Knie sinken und fasste mir an den Kopf. Tränen rannen mir über die Wangen. Verdammt noch mal. Ja ich hasste mein Leben und vor allem mich selber, aber ich werde meinen Eltern das nicht an tun. Sie wären am Boden zerstört.

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